+49 (0) 6438 927920-0

Stand: August 2026

Die Montage ist der sichtbare Teil einer PV-Anlage – der unsichtbare heißt Bürokratie. Wer die Anmeldeschritte kennt, versteht auch, warum zwischen Auftrag und Inbetriebnahme einige Wochen liegen. Hier der komplette Ablauf – und die Info, welche Schritte wir als Fachbetrieb komplett für Sie übernehmen.

Schritt 1: Netzanmeldung beim Verteilnetzbetreiber (vor der Montage)

Vor dem Bau wird die Anlage beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet. Der prüft, ob der Netzanschluss die Einspeiseleistung verträgt. In unserem Einzugsgebiet sind das je nach Ort unterschiedliche Betreiber – im Raum Limburg/Hünfelden überwiegend die Syna, Richtung Rheinland-Pfalz u. a. Westnetz und EVM-Netz. Übernehmen wir vollständig, inklusive aller technischen Datenblätter.

Schritt 2: Ggf. Förderanträge (vor Auftragsvergabe!)

Falls Sie Darlehen oder kommunale Zuschüsse nutzen wollen: Anträge müssen fast immer vor Vertragsabschluss gestellt sein. Welche Programme in Frage kommen: Förderung Hessen · Förderung Rheinland-Pfalz

Schritt 3: Montage und Elektroinstallation

Der schnellste Teil: Die eigentliche Dachmontage dauert bei einem Einfamilienhaus meist 1–3 Tage, danach folgen Wechselrichter, ggf. Speicher und die Verkabelung bis zum Zählerschrank.

Schritt 4: Zählersetzung und Inbetriebnahme

Der Messstellenbetreiber tauscht den Zähler – bei Anlagen ab 7 kWp gegen ein intelligentes Messsystem (warum das sogar Vorteile hat). Anschließend nimmt unsere Elektrofachkraft die Anlage offiziell in Betrieb; steuerbare Geräte wie Wallboxen melden wir dabei direkt nach § 14a EnWG an (was dahintersteckt).

Schritt 5: Marktstammdatenregister (innerhalb eines Monats)

Jede Anlage muss binnen eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden – sonst drohen Kürzungen der Vergütung. Die Registrierung läuft online über den Betreiber-Account; wir bereiten alle Daten vor und unterstützen bei der Eintragung.

Die realistische Gesamtdauer

Phase Dauer
Angebot & Auftrag 1–2 Wochen
Netzanmeldung & Materialplanung 3–6 Wochen
Montage 1–3 Tage
Zähler & Inbetriebnahme 1–2 Wochen
MaStR-Registrierung direkt danach

Wer also noch in diesem Jahr ans Netz will, sollte nicht bis November warten – warum der Inbetriebnahmezeitpunkt 2026 besonders zählt: Zeitplan & Fakten zur Inbetriebnahme 2026

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ich die MaStR-Frist verpasse?

Die Einspeisevergütung kann für den Zeitraum der fehlenden Registrierung gekürzt werden – ein vermeidbarer und teurer Fehler.

Muss ich ein Balkonkraftwerk auch anmelden?

Ja, aber vereinfacht: Nur die Registrierung im Marktstammdatenregister ist nötig.

Wer haftet bei Fehlern in der Anmeldung?

Verantwortlich ist der Betreiber – deshalb übernehmen wir die Schritte strukturiert und dokumentiert für Sie.